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VERKEHRSERZIEHUNG

Aufgrund der zunehmenden Gefahren im Strassenverkehr und der steigenden Strassenunfällen, treffen wir vorbeugende Massnahmen zum Schutze der Schulkinder. Dazu hat SFI ein den albanischen Umständen angepasstes Unterrichtsprogramm entwickelt. Sozialarbeiter und Rettunssanitäter führen die Schüler altersgerecht in die Thematik der Verkehrssicherheit ein. Themen wie kinetische Energie, Selbst- und Kameradenschutz und gesellschaftsgerechtes Sozialverhalten werden natürlich und spielerisch in den Unterricht eingebaut.
Seit 1990 hat sich die Verkehrslage in Albanien drastisch verändert. 1990 gab es unter dem kommunistischen Regime nur etwa 20'000 Fahrzeuge, 2013 waren es ca. 350'000. Es liegt auf der Hand, dass die Infrastruktur dieser rasanten Veränderung nicht gewachsen ist. So sind die meisten Strassen sehr schmal, ohne Gehsteig, voller Schlaglöcher und nachts ohne Beleuchtung. Dies erhöht drastisch die Unfallgefahr der Fussgänger, insbesondere der Schulkinder. Als Beitrag zur öffentlichen Hand untersuchen unsere Fachleute die vom ERA Rettungsdienst betreuten Strassenabschnitte und erarbeiten ein Vorschlag zur Verbesserung der Strassensignalisation. Der Vorschlag wird dem Transportministerium unterbreitet, welches die allfällig notwendigen Massnahmen trifft.
Wir sind Ihnen dankbar für die finanzielle Unterstützung dieses Projektes. Mit den präventiven Massnahmen schaffen wir erneut ein Modell, welches zur Nachahmung auffordert und landesweit nachhaltige Veränderung schafft.

SCHULUNTERSUCHUNGEN

In Zusammenarbeit mit dem Sozialteam führen unsere Ärzte und Krankenschwestern regelmässig Schuluntersuchungen durch. Durch das Erkennen von Krankheiten im Frühstadium konnte auf diese Weise bereits vielen Kindern geholfen werden. Allein 2013 untersuchten unsere Mitarbeiter 3'000 Schulkinder. Bei Feststellen von Krankheiten oder Gebrechen, werden die Eltern aufgeklärt und für das weitere Vorgehen beraten. Wo nötig unterstützen wir die Eltern dabei.

Die Geschichte von Mario

In einer Dorfschule begegnete unser medizinisches Team einem "verhaltensauffälligen" Jungen. Wir nennen ihn hier Mario. Er war im Dorf bekannt für seine drolligen Kopfbewegungen. Die anderen Kinder lachten Mario aus und nannten ihn Dummkopf. Bei der Untersuchung stellte unser Arzt fest, dass der Junge hochintelligent, jedoch schwer hörgeschädigt war und seit Kleinkindalter versuchte, seinen Mitmenschen die Worte von den Lippen abzulesen. Daher seine Kopfbewegungen. Wir brachten Mario zum Ohrenarzt und halfen der Familie bei der Finanzierung des Hörgerätes. Mario kann nun dem Unterricht folgen und wird von seinen Mitschülern nicht mehr ausgestossen.